Im 1. Obergeschoß einer ehemaligen Schraubenfabrik in der Linken Wienzeile wurden Räumlichkeiten für die Büronutzung durch die Energieverwertungsagentur Wien (eva) adaptiert. Es wurden Sanierungen der Bausubstanz, des Heizsystems und des Ausbaus durchgeführt. Eine Küche und eine Sanitärzone wurden eingebaut.
In der Adaptierung war es ein besonderes Anliegen, die durch die großen Raum höhen und Spannweiten und hohen Fenster bedingten Raumeindrücke des Bestands zu erhalten und eine natürliche Belichtung möglichst aller Arbeitsplätze zu ermöglichen.
Daher wurden die einzelnen Büros nicht durch konventionelle, raumhohe Trenn wände abgegrenzt, sondern durch halbhohe Wandscheiben, die mit Glasflächen an die Außenwände angebunden sind. Die Sichtbeziehungen und die Durchflutung mit natürlichem Licht werden durch Glastüren und Fixverglasungen in Kombination mit Regalen unterstützt.
Die Farbgebung mit kräftigen Grundfarben für die Gangzonen und hellem Grau bei den Arbeitsflächen der Einbauten in Kontrast zum Weiß des Bestandes lassen die Einbauten eher als Möbelstücke erscheinen, denn als Baumaßnahmen. Die eigentlichen Möbel wurden kostengünstig und funktionell aus Stahlform rohren und Glas gebildet.
Die offenen Grundrisse und Bürozonen machten eine gut überlegte Anordnung von Arbeitsflächen und Absorberflächen erforderlich, um sowohl ausreichenden Schallschutz zwischen als auch gute raumakustische Bedingungen an den Arbeitsplätzen zu ermöglichen.
Das Baubudget war mit lediglich 185.000€ für eine Nutzfläche von ca. 250m2 in Anbetracht der zu erbringenden Gesamtleistung sehr beschränkt. Die Planungs- und Bauzeit betrug insgesamt 7 Monate.