„Smart City Graz - Waagner-Biro“, Baufelder Mitte und Nord
APIS Vermögensver- waltungs GmbH & AVL List GmbH
Graz, Stmk, AT
09-2014, städtebaulicher Wettbewerb mit Georg Kogler & Stadt, Werk und Wohnen (e.Gen), Nachrücker

Projekt

Im Rahmen des städtebaulichen Wettbewerbs wurde ein Konzept erarbeitet, dass mit Hilfe von nutzungsoffenen Strukturen und Gebäudetypologien sowie einer moderierten Quartiersentwicklung urbanen Raum generiert.

Stadtentwicklung

Die politischen Rahmenbedingungen wie auch die konkreten Zielsetzungen der Stadtentwicklung verlangen nachdrücklich nach gemischt genutzten Immobilien, starken aktiven Hausgemeinschaften und Nachbarschaften in der Stadt. Nachfrager solcher Projekte – vorrangig Cultural, Creative & Science Communities - sind umworbene Pioniere in Schlüsselprojekten für eine gelingende Stadt- und Quartiersentwicklung.

Nutzungsoffene Strukturen und Gebäudetypologien

Innerhalb der städtebaulich entwickelten Baufelder werden Strukturen angebo- ten deren Referenz in Nutzung und Form in den Gewerbehöfen der Gründer- zeit - in neuer Bedeutung - liegt. Tragstruktur (nahe am Bürobau), Haustechnik (nahe am Wohnbau), Raumhöhen von mind. 3m, flexibles Fassadenraster und Hofstrukturen bieten anpassbare und nutzungsoffene Gebäudetypologien. Typologien, die den Sehnsuchtsbildern des Zielpublikums nach Urbanität, Werkräumen, Ateliers und Lofts in sich tragen. Im Projekt wird, der Auslobung geschuldet, eine Zonierung vorgeschlagen, in der die nutzungsoffenen Bereiche auf die untersten den Höfen unmittelbar zugeordneten Ebenen beschränkt werden und die obersten Geschoße als Wohnzone definiert sind.

Quartiersentwicklung

Die Bildung von „Nachbarschaft“ ist sowohl für die Entwicklung funktionierender Beziehungsgeflechte im Wohnumfeld als Kriterium der Wohnzufriedenheit als auch für die Übernahme sozialer Funktionen wesentlich für eine nachhaltige Quartiersentwicklung. Fachlich versierte Moderation unter Einbeziehung von Kultur- und Kreativwirtschaft bilden den Motor dafür.

Höfe als Entwicklungsinitiatoren

Ein System verbundener Höfe zieht sich als dichtes Wegenetz von öffentlich bis privat mit einer Vielzahl zusätzlicher Adressbildungen durch die beiden Quartiere. Sie werden als wesentliche identitätsstiftende Elemente durch die Quartiersentwicklung in Zusammenarbeit mit dem Betriebsmanagement programmiert und bespielt.

Themen der Höfe: Business Angels & StartUps mit gemeinsamer Infrastruktur, Green Tech Yard, Cultural & Creative Industries, Stadtlabor: Der Höfe Dialog, Sozialeinrichtungen, Altengerechtes, betreutes Wohnen & Kindergarten, Gastgewerbe, Kunst, Mode und Design Handel, Ateliers und Werkstätten, Urban Gar- dening, Ruhe und Erholung, uvm...

Körnung

Ungeachtet aller Randbedingungen erachten wir es auch als wichtig, um die Feingliedrigkeit und Differenziertheit von Stadt zu ermöglichen, eine kleinteilige Parzellierung der Quartiere und eine entsprechende Diversität (Bauherren, Projektideen, Finanzierungmodellen, Architekten und Planern, Ausführenden, Nutzung in Miete und Eigentum) anzustreben.